Burn-out

Deutschland im Stresstest

iStock, marchmeena29

Die Krankenstände erreichen in Deutschland neue Höchststände. Vor allem die Anzahl psychischer Erkrankungen steigt. Viele sind von den Dauerkrisen und Arbeitsüberlastungen ausgebrannt und leiden an einem Burn-out. 

Gründe 

Die Krisen nehmen derzeit kein Ende. Corona, Inflation, Kriege und die akute Wirtschaftsflaute in Deutschland führen zu wachsender Angst in der Bevölkerung. Im Niedriglohnsektor schlagen vor allem die hohen Preise ins Kontor und auf das Gemüt. Das zwingt zu Mehrfachjobs und drastischen Sparmaßnahmen. Aber auch im Mittelstand wächst der Druck. Das real verfügbare Familieneinkommen sinkt. Andere wiederum haben Angst vor Krankheiten oder vor der Eskalation von kriegrischen Konflikten. In vielen Jobs steigen zudem die Anforderungen und der Konkurrenzdruck. Mehrarbeit wird angesichts des herrschenden Fachkräftemangels meist nicht durch neues Personal aufgefangen. Das führt zu Dauerstress, der krank machen kann. Viele Arbeitnehmer reagieren mit psychischen Krankheiten wie Burn-out bzw. Depressionen als Folge der Stressfalle.

Symptome

Vor allem Müdigkeit und eine gewisse Apathie kennzeichnen eine Depression. Die Betroffenen schotten sich mehr und mehr nach außen hin ab, wirken ihrer Umwelt gegenüber gleichgültig. Manchmal werden Depressive aggressiv oder unsicher, trauen sich nichts mehr zu. Häufiges Fehlen ist ebenfalls ein Anzeichen. Stress gehört zum Leben dazu und die richtige Portion davon kann ein Ansporn sein, ein gewisses Ziel zu erreichen. Wird Stress aber übermächtig, z.B. durch Überforderung des Menschen, ein widriges Arbeitsumfeld oder dauert er über längere Zeit an, kann Stress krank machen.

Was können Arbeitgeber tun?

Nicht nur durch den Arbeitsausfall während der Krankheit verlieren Unternehmen durch kranke Mitarbeiter Geld, bereits im Vorfeld werden durch Burn-out gezeichnete bzw. depressive Mitarbeiter nicht mehr so leistungsfähig sein und die ihnen gestellten Aufgaben erledigen können.

  • Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Gespräche an. Nach einer sechswöchigen Krankheit sind Sie dazu auch im Rahmen des Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements (BEM) gesetzlich verpflichtet.

  • Mitarbeiter sollten sich im Betrieb wohlfühlen. Das erhöht die Motivation und erleichtert die Identifikation mit der eigenen Arbeit und dem Unternehmen. Fördern Sie den Stressabbau durch ein Angebot an Sport- oder Entspannungskursen.

  • Erinnern Sie die Mitarbeiter darüber nachzudenken, was sie entspannen könnte. Auch Pausen sind wichtig.

  • Schulen Sie das Management in Personalführung, damit es auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen kann.

  • Behandeln Sie betroffene Mitarbeit mit Respekt.

  • Verbessern Sie die Arbeitsbedingungen: Schaffen Sie Freiräume für eigene Arbeitsgestaltung der Mitarbeiter.

Investitionen in Präventionsmaßnahmen sind günstiger als die Krankheitskosten.

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