Vermieterreport 2024

Privater Wohnungsmarkt dominiert

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Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat mit dem Unternehmen Deutschland Immobilien einen interessanten Vermieterreport herausgegeben. Die Studie untersucht den Markt der privaten Vermietungen in Deutschland. Private Vermieter sind bisher eher eine Unbekannte, obwohl sie rund 12 Millionen Wohnungen in Deutschland vermieten und das größte Mitwohnungsangebot stellen. Hier die zentralen Ergebnisse.

  • Der aktuelle Vermieterreport basiert auf einer Befragung von rund 1.000 privaten Vermietern in Deutschland.
  • Das Durchschnittalter der repräsentativen Stichprobe liegt bei 54 Jahren. 
  • Mehr als ein Viertel vermietet bereits seit über 20 Jahren und hat somit reichhaltige Erfahrungen.
  • Über 50 Prozent der Befragten vermieten nur eine Wohnung, was zeigt, dass einerseits die Mieteinkünfte nur einen kleinen Teil des Einkommens ausmachen und dass andererseits der deutsche Vermietermarkt eher kleinteilig und wenig professionell ist.
  • Bei Neuverträgen beschränken sich 45 Prozent auf moderate Preiserhöhungen. Nur 4 Prozent wollen die Miete stark erhöhen. Die anderen rund 50 Prozent verzichten ganz auf Mieterhöhungen uns setzen auf Konstanz im Bestand. Von den in der Presse oft zu lesenden Miethaien kann im Segment der privaten Vermieter daher keine Rede sein.
  • 55 Prozent haben bereits aufwändige Immobiliensanierungen vor allem bei Heizungsanlagen hinter sich gebracht. Bei zukünftigen Investitionen geht es primär um die Verbesserung der Energieeffizienz (45 Prozent) und die Mieterzufriedenheit (40 Prozent).
  • Mehr als 53 Prozent der Befragten haben jedoch keine Modernisierungspläne, vor allem weil die Dringlichkeit fehlt (71 Prozent), die finanziellen Belastungen zu hoch sind (56 Prozent) sowie die Projektkomplexität (37 Prozent) bzw. die gesetzlichen Hürden (36 Prozent) zu hoch sind.
  • 67 Prozent der privaten Vermieter sind zufrieden mit ihren Mietern und ihrer aktuellen Mietsituation. 40 Prozent sind jedoch unzufrieden mit der derzeitigen Wohnungspolitik.
  • 35 Prozent schätzen die Mietentwicklung positiv ein, 37 Prozent die Wertentwicklung ihrer Immobilien.
  • Als zukünftig interessanteste Segmente für Investitionen schätzen die Befragten mit jeweils 46 Prozent Seniorenwohnungen und Immobilien im Umland ein. Mikrowohnungen in Städten folgen mit 41 Prozent. 
  • Rund 50 Prozent fänden die Abschaffung des steuerfreien Immobilienverkaufs nach 10 Jahren schlecht. 

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