Smarte Textilien

KOB, Wolfstein

Wer heute innovativ sein möchte, versucht seine Produkte und Services zu digitalisieren bzw. zumindest digital anzureichern. So auch die Karl Otto Braun GmbH & Co. KG (KOB) aus Wolfstein mit ihren smarten Textilien.

Weltmarktführer KOB 

KOB produziert seit 1903 mit mittlerweile über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pro Jahr rund 200 Millionen Binden und Gewebe. Das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz in unmittelbarer Nähe zur Metropolregion Rhein-Neckar ist Weltmarktführer für latexfrei beschichtete, kohäsive und adhäsive Binden. KOB gehört zur Hartmann-Gruppe. Das Sortiment besteht aus über 180 Typen von Binden und Gewebe sowie über 2.000 Artikel. Wie so viele innovative Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand setzt auch KOB auf die Digitalisierung von Angeboten.

Smarte Medizintextilien

Wenn Geräte und Maschinen durch Sensoren, Software (KI), Apps und Cloud-Lösungen intelligenter (smarter) werden, spricht man vom Internet der Dinge (IoT). Bei KOB geht es sogar noch um mehr. Bei smarten Textilien, die am Körper getragen werden, handelt es sich um die einfache Form des Internet of Bodies (IoB). Das Unternehmen aus Wolfstein produziert spezielle Textilien, die mit Elektronik ergänzt werden und die medizinische Versorgung verändern. Smarte Textilien von KOB messen laufend medizinische Ergebnisse, wie z. B. die Wundheilung, den Kompressionsdruck und die Herz- und Atemfrequenz. Sie agieren oder reagieren dann bei Bedarf bzw. senden und empfangen Informationen kabellos. Hier einige für Kunden von KOB realisierte Beispiele:

  • Adhäsive hautfreundliche Taschenlösung zur Fixierung elektronischer Instrumente auf dem Rücken. Damit ist die Diagnose von Rückenbeschwerden sowie die Einleitung geeigneter therapeutischer Maßnahmen möglich.
  • Sensoren in der Kompressionstherapie zur Unterstützung des Pflegepersonals bei der korrekten Anlage von Kompressionsverbänden.
  • Eine App-gesteuerte heizende Binde dient der Wärmetherapie zum Beispiel bei rheumatologischen Erkrankungen.
  • Pflaster zur laufenden Überwachung der Wundheilung (Temperatur, Feuchte, pH-Wert einer Wunde) ohne Entfernung der Wundauflage.
  • Entwicklung von textilen Sensoren zur Überwachung des Therapieerfolgs bei der Behandlung von Ödemen.
  • Monitoring von Frühgeborenen mit einer Früherkennung von Elektrolytstörungen durch ein tragbares Pflaster.

Website: https://www.kob.de/de/unternehmen/smart 

Copyright Text: www.best-practice-forum.de 

Autor: Dr. Michael A. Peschke

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