Schließfächer der neuen Generation

Asservato, Berlin

In Krisenzeiten mit Inflation und Minuszinsen boomen Schließfächer. Auf diesen Trend setzen Startups wie Asservato mit neuen Angeboten.

Sachwerte im eigenen Zugriff

Während die große Masse der Bevölkerung den Schlaf der Gerechten schläft und ihr Geld weiterhin auf Bankkonten lässt und weiterhin brav in Lebensversicherungen einzahlt, erkennen immer mehr finanziell aufgeklärte Bürger/innen die Gefahren und schichten ihr Vermögen in Sachwerte um.

  • Gefahren: Die Welt und auch Deutschland ist unter Berücksichtigung der verdeckten Pensionslasten hochverschuldet. Eine normale Rückzahlung ist nicht mehr möglich, sondern nur noch durch Inflation, die durch die enorme EZB-Geldschwemme auch 2022 zunehmen wird. Nominalwerte wie Bankguthaben schmelzen weiterhin durch Minuszinsen ab. Wenn Lebensversicherungen durch die Niedrigzinspolitik in die roten Zahlen rutschen, dann lauern zusätzliche Ausfallrisiken, die bei einer Crash-Kumulation auch durch Sicherungsfonds nicht mehr kompensiert werden können.
  • Strategien: Aufgeklärte Anleger, die diese Risiken durchschauen und sich auch nicht durch beschwichtigende Schönrederei von Politik und ZB sedieren lassen, haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. Sie investieren in Immobilien und Aktien, deren Preise ins Uferlose zu wachsen scheinen. Es entstehen gefährliche Blasen. Daher investieren immer mehr Anleger in physisches, noch unterbewertetes Gold und legen es zusammen mit Bargeld in eigene Safes oder Bank-Schließfächer, die aktuell stark nachgefragt sind. Es gibt bei einigen Banken und Standorten mittlerweile schon Wartelisten.

Schließfächer-Startups

Auf diesen Trend setzen Startups wie die Asservato GmbH. Das Unternehmen hat im Mai 2021 in Berlin seinen ersten Standort mit bankunabhängigen Schließfächern der neuen Generation eröffnet. Das neue Angebot ist voll digitalisiert. Die Registrierung erfolgt online, die Identifizierung per Postident-Verfahren. Die Kundenkarte ermöglicht den Zugang in den Asservato-Standort. Doch anders als bei Banken sitzt dort niemand mehr im Vorraum und begleitet Kunden in den Tresorraum. Die persönliche Wertbox wird vielmehr automatisiert aus dem Tresorraum geholt und wieder zurückgebracht, nachdem sich Kunden mit Karte, PIN und Fingerabdruck authentifiziert haben. In einem nicht videoüberwachten Raum können Kunden dann diskret ihre Wertgegenstände entnehmen oder einbringen. Wertboxen können ab 20 Euro im Monat inklusive Versicherungsschutz gemietet und monatlich gekündigt werden.

Auch andere Startups wie Trisor setzen auf das neue Geschäftsmodell. Ob die Idee sich in der Praxis bewährt, wird sich zeigen. Nachteilig im Vergleich zum klassischen Bank-Schließfach ist, dass Kunden ihr finales Wertfach nicht selbst auf- und zuschließen können und daher nicht die volle Kontrolle haben. Der roboterisierte Ansatz von Asservato & Co. ist eher eine Blackbox. Das neue Angebot dürfte dann eher auf das junge digitale Publikum abzielen.

Website: https://www.asservato.de 

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